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Wir betrachten die Kinder als eingenständige Persönlichkeiten, die selbst ihre Lernprozesse
aktivieren und steuern und somit Akteure der eigenen Entwicklung sind. Infolge dessen behaupten wir, dass jedes Kind:
- ein Geschöpf Gottes ist
- eine starke Lernmotivation in sich hat
- eigenes Tempo entwickelt und befolgt
- selbständig handeln möchte und kann
- über ein Spektrum von Besonderheiten verfügt
- einen hohen Bewegungsdrang hat
- über eine naturelle Spielmotivation verfügt
- das Recht auf Bildung, Zuwendung und Akzeptanz hat.
Anhand unserer Leitgedanken verpflichten wir uns, unsere pädagogische Arbeit so zu gestalten, dass ihre Umsetzung
im Einklang mit unserem Bild des Kindes verläuft.
Unsere Einrichtung soll ein Lebensraum sein, in dem Kinder verschiedener Herkunft, Kultur und Konfession im Alter von 2 Jahren
bis zum Schuleintritt zusammen treffen. Der Lebensraum regt die Kinder zum Spielen an. Ferner unterstützt er sie beim
Erkunden, Entdecken, Experimentieren, Musizieren, Bewegen, Kommunizieren sowie bei der Sozialisation und Integration.
Darüber hinaus bekommen die Kinder die Möglichkeit, in einer Gruppe mit jüngeren, gleichaltrigen und älteren
Kindern heranzureifen, sich in einer Gemeinschaft zu erleben und zu erfahren. Nach unserem Kindergartenleitsatz
"Gegenwart gemeinsam gestalten - Zukunft gemeinsam vorbereiten" verpflichtet sich unsere Einrichtung, die ihr anvertrauten Kinder
beim Erlangen wichtiger Lebenskompetenzen zu begleiten und zu unterstützen. Dabei wird auf die besondere Eingenart und den
Entwicklungsstand jedes Kindes geachtet. Die Umsetzung knüpft an die vorhandenen Fähigkeiten, Interessen, Bedürfnisse,
Kräfte und Stärken der Kinder an. Die pädagogische Arbeit am Kind erfolgt auf der Gruppenebene, in Kleingruppen,
gruppenübergreifend und nach Notwendigkeit mit einzelnen Kindern.
"Ein Wort, das ein Kind nicht kennt, ist eine Gedanke, den es nicht denken kann."
(Wolfgang Maier)
Sprache dient der Verständigung und der Kommunkation und ist als die Schlüsselkompetenz für den Bildungserfolg anzusehen.
Damit alle Kinder einen chancangleichen Schulstart erleben können werden bereits die Vierjährigen nach Bedarf individuell
gefördert. Die Kinder im letzten Jahr vor der Einschulung erfahren eine besondere, intensive Sprachförderung zur Vorbeugung
von Lese- und Rechtschreibschwäche: phonologische Bewusstheit.
Darunter versteht man die Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf die lautlichen Eigenschaften der gesprochenen Sprache zu lenken und sie bewusst
wahrzunehmen, d.h. Wörter, Reime, Silben und Laute zu erkennen und zu unterscheiden. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass eine
frühzeitige Förderung der phonologischen Bewusstheit vor der Einschulung einen erfolgreichen Schriftspracherwerb in der Schule unterstützt.
Unsere Einrichtung ist die erste und bislang einzige in Haan, die die Auszeichnung "Wir sind Zahlenfreunde" für frühe mathematische Bildung
nach Prof. Preiß erhalten hat.
Unter dem Leitgedanken "Wir sind Zahlenfreunde!" erleben unsere Kinder mathematische Bildung als ein intensives und spannendes Erlebnis, das jedes einzelne Kind
mit seinen Begabungen anspricht und fördert.
Wir bieten zwei Projekte in diesem Bereich an, die die frühe mathematische Bildung unterstützen:
Für "Entchen" (4-5 Jahre):
"Entdeckungen im Entenland" mit folgenden Inhalten:
- Farben, innen und außen (Sortieren und Orientierung im Raum)
- Ebene Formen, auch in Kombination mit Farben (Sortieren)
- Zählen, Würfeln und Simultanerfassung (Sortieren und Ordnen)
- Räumliche Figuren, Gewichte, oben und unten (Sortieren, Ordnen, Orientierung im Raum)
- Höhen, Längen, vorne und hinten, rechts und links (Sortieren, Ordnen, Orientierung im Raum)
- Jahreszeiten, vorher und nachher (Orientierung in der Zeit)
Für Vorschulkinder (5 Jahre - Schuleintritt) "Zahlenfreunde":
"Entdeckungen im Zahlenland" mit folgenden Inhalten:
- Zahlenhaus (simultane Erfassung der Zahlen)
- Zahlenweg (Verbindung von Sprache(Zählen), Wahrnehmung und Bewegung)
- Zahlenländer (Geschichten vom Zahlenland, die die Phantasie der Kinder anregen und die jeweilige Zahl in die Lebenswelt der Kinder stellen)
Bewegung ist ein grundlegender Baustein in der Entwicklung unserer Kinder. Sie machen dabei vielfältige geistige,
körperliche, soziale und emotionale Erfahrungen, die ihnen helfen ihre Persönlichkeit zu entwickeln.
Durch Bewegungsangebote im Freispiel, gezielte Bewegungsangebote und verschiedene Materialien möchten wir die Kinder in ihrer gesamten Entwicklung fördern.
Dazu gehört
- freies Spiel im Außengelände,
- im Bewegungsraum mit Kletterleiter, Seil, Schaukel,
- Benutzung der nahegelegenen Turnhalle,
- die Turnstunde im Gruppenraum,
- gemeinsame Spaziergänge durch Wald und Wiese,
- regelmäßige Bewegungslieder und sich ständig ändernde
und den Bedürfnissen der Kinder angepasste Bewegungsbaustellen innerhalb des Gruppenraumes.
' Bewegung - das Tor zum Lernen ' Von der Gesundheitskonferenz des Kreises Mettmann wurde ein Projekt entwickelt, welches Bewegungserziehung stärker in das Bewusstsein bringen soll:
"LOTT JONN - Kindergarten in Bewegung".
Wir haben an diesem Projekt teilgenommen und setzen dessen Grundsätze bei unserer täglichen Arbeit mit Kindern um.
Darüber hinaus haben alle unsere Mitarbeiterinnen den Lehrgang "Bewegungserziehung im Kleinkind- und Vorschulalter" erfolgreich absolviert.
Das erworbene Wissen setzen die Übungsleiterinnen einmal in der Woche während des Kinderturnens in der Turnhalle Bachstraße um.
Die Beschäftigung mit Musik hat positive Effekte auf die Entwicklung von Intelligenz, Konzentration, Kreativität sowie emotionalen und sozialen
Kompetenzen. Musik hören und Musik machen fördert die Verbindung und die Aktivität beider Hirnhälften.
In unserer musikalischen Früherziehung geht es in erster Linie um die Schulung des auditiven Bereiches. Die Kinder werden in der auditiven
- Merkfähigkeit (Wiedergabe von Liedtexten und Melodien),
- Lokalisationsfähigkeit (Wahrnehmen von Geräusch- und Tonrichtungen,
- Aufmerksamkeit (bewusstes Wahrnehmen von Geräuschen und Tönen) und
- Figur-Grund-Wahrnehmnung (Geräusch und Ton herausfiltern aus diversen Neben- und Hintergrundgeräuschen)
geschult. Gefördert wird die Singfähigkeit, Stimmbildung, das Kennenlernen und der Umgang mit Orff-Instrumenten (Glockenspiel, Metallophon, Xylophon,
Pauken, Trommeln, Schellen, Rasseln, Becken, Triangeln etc.), Vorstellung diverser Instrumente, Instrumentenbau, Klanggeschichten, Musikhören,
Tanz und Bewegung sowie Improvisation. All diese Angebote steuern dazu bei, dass Kinder ein großes Ausdrucksrepertoire für ihre Gefühlswelt und
damit für die Gefühlsverarbeitung bekommen.
Die regelmäßigen wahrnehmenden Beobachtungen geben Auskunft
über den momentanen Entwicklungsstand des Kindes, dienen als Grundlage für
regelmäßig stattfindende Elterngespräche und bestimmen die weitere stärkenorientierte pädagogische Arbeit mit und am Kind.
Sie werden schriftlich fixiert und im Entwicklungsordner aufbewahrt.
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Bildungsdokumentation - eine Lerngeschichte von Sena
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Sena spielt im Außengelände. In der Nähe von eigener Gruppe erblickt sie ihre Erzieherin, die ein kleines Dreirad in den Händen hinausträgt.
Sie geht schnell an die Erzieherin und streckt die rechte Hand vor sich hin.
Sie berührt das Dreirad und lacht sehr laut. Die Erzieherin stellt das
Dreirad vor Senas Füße und sagt:“ Sena, dieses Dreirad habe ich für dich gebracht“.
Sena macht einen Schritt zurück und betrachtet in Stille das Dreirad.
Dann geht sie langsam um dieses herum.
Ein anderes Kind kommt an das Fahrzeug und will sich drauf setzen. Sena reagiert sofort. Mit lauter Stimme schreit
sie:“ Nein, für mich“. Zugleich schubst sie dieses Kind vom Dreirad weg. Sie geht ganz nah an das Dreirad, zieht das rechte Bein hoch und sagt: “Geht nicht“.
Sie probiert noch paarmal, aber sie hat keinen Erfolg.
Ihre Erzieherin leistet Hilfestellung und hilft ihr auf das Dreirad. Sena legt ihre Hände auf die Lenkradgriffe.
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Mit den Füßen bleibt sie jedoch am Boden stehen. Sie schaut ihre Erzieherin an und fragt: “Wie geht das? “ Nach einer kurzen Anleitung stellt sie ihre
Füße auf die Pedale und schaut schon wieder zu ihrer Erzieherin hin.
Dann macht sie ruckartige Bewegungen mit dem Oberkörper. Das Dreirad rollt kein Stückchen vor.
Nach wenigen Versuchen klettert
Sena sehr konzentriert vom Dreirad runter, geht zu ihrer Erzieherin und packt sie fest am Zeigefinger. Sie zieht die Erzieherin an das Dreirad. Da angekommen,
versucht sie den Finger der Erzieherin auf die Pedale zu legen und sagt: “Du machen!“
Danach klettert sie auf das Dreirad, stellt Füße auf die Pedale,
wiederholt die ruckartigen Körperbewegungen und sagt ungeduldig: “Du machen!“
In demselben Moment bekommt sie Hilfestellung von anderen Kindern, die sie begleitend beobachtet haben…
nach mehreren Minuten nutzt sie das Fahrzeug wie ein
Laufrad und kommt so ein Stückchen vorwärts.
Sie strahlt im Gesicht und ruft laut: „Guck, guck! Ich kann!“
Danach betrachtet sie die Pedale und sagt: „Aber, wie geht das?“
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Die Kindergartenlaufbahn wird sehr oft geprägt von einem guten Start. Deswegen ist uns sehr wichtig,
dass die Zweijährigen einen sanften Übergang von Familie zum Kindergarten erleben. Das Fundament dafür legen wir
durch die Errichtung einer Nachmittagsschnupperspielgruppe, die sich von Mai bis zu den Sommerferien einmal in der Woche
für 1½ Stunden trifft.
Hierbei haben Kinder und Eltern die Möglichkeit alle zukünftigen Bindungs- und Bezugspersonen, Ansprechpartner,
sowie unsere Einrichtung kennen zu lernen. Die Mitarbeiter gewinnen erste Informationen über die Kinder und ihre Vorlieben,
Rituale, Empfindlichkeiten und Gewohnheiten.
Nach den Sommerferien legen wir besonderen Wert auf die behutsame Eingewöhnungsphase. Dabei orientieren wir uns an dem „Berliner Modell“.
Nach Bedarf wird eine individuelle Eingewöhnung erarbeitet.
Entwicklungsförderndes Spiel:
Zweijährige erleben eine gut und altersgemäß vorbereitete Umgebung sowie verschiedene Spielpartner: Erwachsene,
Gleichaltrige, jüngere und ältere Kinder.
Unsere Mitarbeiterinnen führen wahrnehmende Beobachtungen durch und gestalten Frei- und angeleitete Spielangebote so,
dass sie den Interessen der Kinder entsprechen und an ihre Stärken anknüpfen. Die Spielangebote finden immer außerhalb der
Ruhe- und Esszeiten statt und werden durch Impulse, die sich durch die Gestaltung der Räume und Funktionsbereiche sowie durch
altersgemäßen Materialeinsatz ergeben, ausgelöst.
Entwicklungsfördernde Bewegung:
Bildung findet statt, indem die Zweijährigen ihren Selbstbewegungsdrang ausleben und
nach eigenem Tempo ihren Körper wahrnehmen. Zweijährige erleben dabei verschiedene Bewegungsarten wie z.B. Kriechen, Krabbeln, Gehen, Rennen,
Springen, Klettern, Schieben, Ziehen, Hüpfen usw. Darüber hinaus erleben sie nicht nur bestimmte Bewegungsbaustellen und –landschaften,
sondern auch viele Materialien mit ihren Eigenschaften. Der Aufbau von Spielpodesten und Spielebenen animiert zur Raumerkundung und schafft
intensivere Kontakte zu anderen.
Bewegung findet gleichermaßen im Außengelände statt. Ein Spielplatz mit guter Ausstattung, der besonders auf
Bedürfnisse und Möglichkeiten der kleineren Kinder vorbereitet wird, fordert die Zweijährigen zu mehr Bewegung auf und stärkt zugleich ihre Gesundheit.
Entwicklungsfördernde Sprachumgebung:
Alle Mitarbeiter sehen sich als Multiplikatoren und Sprachvorbilder. Sie stimulieren die sprachliche Entwicklung der Kinder, indem Sie mit ihnen Bilderbücher
betrachten, singen, Fingerspiele machen und Reime aufsagen. Ferner verbalisieren sie alle Handlungen und stellen eine Korrelation zwischen dem Gesagten und
der Umwelt her. Hierbei ist sehr wichtig, dass Kinder nicht nur vielfältige Gesprächsanlässe, sondern auch eine anregungsreiche Umgebung erleben.
Sauberkeitserziehung:
Um Intimität der Kinder bewahren zu können werden sie im Wickelbereich gewickelt. Dabei erfahren sie Zuwendung, Geduld und Fürsorge.
Wichtig:
Der Wickelbereich wird nach jedem Kind stets desinfiziert,
die Pflegeabläufe im Infobuch protokolliert,
nur die mitgebrachten Pflege- und Anziehsachen verwendet
und kein Zwang zum Sauberwerden ausgeübt!
Wo Menschen aufeinander treffen, da gibt es viele Anlässe für gemeinsame Feste und Feiern. Auch im Kindergarten gibt es dazu viele Gelegenheiten.
Sie vermitteln Brauchtum und Tradition und geben die Möglichkeit, mit anderen Kindern, Eltern, Großeltern wie auch dem pädagogischen Personal
zusammen fröhlich zu sein und zu feiern.
Feste im Kirchenjahr
Erntedank,
St.Martin,
Advent,
St.Nikolaus,
Weihnachten,
Aschermittwoch,
Gründonnerstag,
Ostern
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Feste im Jahreskreis
Geburtstage,
Herbstfest, Karneval,
Vätervormittag,
Tag der offenen Tür,
Abschiedsfest,
Großelternvormittag,
Sommerfest, Muttertag,
Begrüßung der Neulinge
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Geburtstage
Der Geburtstag Ihres Kindes wird festlich begangen. Das Geburtstagskind wird mit einem Geburtstagslied empfangen und
steht den ganzen Kindergartentag im Mittelpunkt. Die Geburtstagsfeier gestalten wir nach seinen Wünschen.
Bitte geben Sie ihrem Kind keine Geschenke mit, die für die anderen Gruppenmitglieder gedacht sind, auch keine Süßigkeiten oder Kuchen.
Über Obst oder Rohkost freuen wir uns immer.
Die enge Zusammenarbeit und der Kontakt zwischen Eltern und den Erzieherinnen ist für uns die Voraussetzung für eine gute
pädagogische Arbeit. Wichtig ist hierbei der Aufbau eines offenen, partnerschaftlichen und vertrauensvollen Verhähtnisses.
Auf Ihre Mitarbeit und Mitverantwortung sind wir angewiesen. Sie sind eingeladen, sich am Leben in unserer Einrichtung aktiv zu beteiligen.
Folgende Schwerpunkte der Eltern(mit)arbeit sind in unserer Einrichtung zu finden:
- Informationsabend für "neue" Eltern,
- Schnuppernachmittage für "neue" Kinder,
- individuelle Eingewöhnungszeit für "neue" Kinder,
- Mitarbeit in den Gremien Elternversammlung, Elternrat, Rat der Tageseinrichtung,
- aktive Mithilfe z.B. bei Vorbereitung von Festen, Bastelaktionen, Gartenarbeit, Organisation von Familienausflügen, als Lesemütter (oder -väter), beim Kochen, Backen, gemeinsamen Musizieren...
- Unterstützung im Projekt
"Kinder erkunden die Arbeitswelt der Eltern"
- Betreuung der Kinder- und Elternbücherei:
einmal pro Woche Ausleihe von Büchern, betreut und gepflegt wird die Bücherei allein von den Eltern,
- Elternbriefe, Infopost,
- Elternabende, mit oder ohne Referenten,
- Feste und Feiern.
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